Vortrag & Diskussion

Lesung und Diskussion mit Lutz Taufer

Über Grenzen

Vom Untergrund in die Favela

Donnerstag, 21. November 2019, 19.30 Uhr
Zunftstuben, Oststraße 53, 59065 Hamm

Taufer_Einband_rz3.inddVon der RAF zum Weltfriedensdienst: Das Leben Lutz Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das gesamte Terrain der westdeutschen radikalen Linken vermessen wird. Rebellion gegen die verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära in der badischen Provinz, 1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim, Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des Kommandos Holger Meins der RAF, 20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes, nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio de Janeiro, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes. Ein herausragendes Dokument der Zeitgeschichte.

Lutz Taufer wurde 1944 in Karlsruhe geboren. Er politisierte sich in der 68er-Bewegung und schloss sich 1970 dem Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK) in Heidelberg an.
1975 beteiligte er sich als Mitglied des Kommandos Holger Meins an der Geiselnahme und Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm. Er wurde 1977 zu zweimal lebenslänglich verurteilt und verbrachte zwanzig Jahre im Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung arbeitete er zehn Jahre bei einer brasilianischen NGO in den Favelas von Rio de Janeiro. Lutz Taufer ist heute Vorstandsmitglied des Weltfriedensdienstes.

Der Eintritt ist frei.

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Der Veranstalter behält sich vor, bei Störungen von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen.

 

Vortrag & Diskussion

Lesung und Diskussion mit Glenn Jäger

In den Sand gesetzt

Katar, die FIFA und die Fußball-WM 2022

Moderation: Fußball-Autor Stefan Barta

Dienstag, 26. März, 19.30 Uhr,
Buchhandlung Margret Holota, Hamm

Noch immer gilt die Vergabe der Fußball-WM 2022 durch die FIFA an Katar als Mysterium. Dabei erschien der Zuschlag gerade westeuropäischen Unternehmen derart lukrativ, dass man früh darauf drängte, ins Geschäft zu kommen – Hitze hin, Fußballzwerg her. Es winkten Großaufträge bei profitablen Arbeitsbedingungen. Laut dem einstigen FIFA-Präsidenten Blatter empfahlen auch Regierungschefs, aus wirtschaftlichen Interessen für Katar zu stimmen. Ihrerseits pflegte die aufsteigende Golfmonarchie dank Großinvestitionen beste Kontakte zu Lichtgestalten aus Fußball, Wirtschaft und Politik. Zudem griff man zu bewährten Mitteln der Korruption, Sonderkonditionen beim Erdgas inklusive. Selbst FIFA-Kreise sprachen von einer „gekauften WM“.

Was die Verheißung trübt, mit dem Fußballfest in einer krisengeschüttelten Region „die Kulturen verbinden“ zu wollen: der Vorwurf, auf diversen Kriegsschauplätzen Dschihadisten zu unterstützen. Das Buch schließt mit Vorschlägen, wie die FIFA an die Leine zu nehmen ist – im Sinne friedenspolitischer und demokratischer Kontrolle sowie eines universellen Spiels jenseits ungehemmter Vermarktungsinteressen.

Eintritt: 5 Euro.

„Eine brillante, flüssig geschriebene und quellenmäßig bestens abgesicherte ›Fallstudie‹“ (Süddeutsche Zeitung)

„Das Buch spart nicht an politischer Schelte und stellt wichtige Fragen, die über den Einzelfall Katar hinausgehen.“ (11 Freunde)

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Der Veranstalter behält sich vor, bei Störungen von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Kunst & Kultur

Konzert mit Kai Degenhardt

Lieder gegen den rechten Aufmarsch

Von Damals und von dieser Zeit

Liedermacher Kai Degenhardt

Freitag, 15. Februar, 20 Uhr

Hoppegarden, Oberonstraße 20, 59067 Hamm

Der Eintritt ist frei

Kai Degenhardt gastiert am Freitag, 15. Februar, im Hoppegarden. Der Eintritt ist frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kai Degenhardt ist ein hervorragender Geschichtenerzähler und Poet. Man spürt, dass da einer der ganz wenigen zeitgenössischen Vertreter singt, der in die Tradition des literarisch anspruchsvollen Chansons gehört, die mit Namen wie Wedekind oder Tucholsky, aber auch Georges Brassens und natürlich Franz-Josef Degenhardt verbunden ist.

An diesem Abend präsentiert Degenhardt, Jahrgang 1964, seine neue CD und Lieder seines Vaters, dem legendären Liedermacher Franz-Josef Degenhardt, mit dem er über 20 Jahre lang als Arrangeur und Gitarrist zusammenarbeitete und dessen Lieder heute wieder verblüffend aktuell sind.

„Die Zuhörer wollten den Liedermacher nicht mehr von der Bühne gehen lassen. Im Anschluss an die erste Zugabe stimmte Kai Degenhardt den wohl bekanntesten Song seines verstorbenen Vaters an.“ (Neue Westfälische)

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Der Veranstalter behält sich vor, bei Störungen von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen.

 

Vortrag & Diskussion

Diskussion zum Thema Europa

„Europa der Geldsäcke“ oder „Europa der Bürger“

Wohin entwickelt sich Europa?

Vortrag und Diskussion von und mit Prof. Dietmar Köster, Mitglied des Europäischen Parlaments (SPD)

Montag, 16. Juli, 19.30 Uhr, Verdi-Keller, Bismarckstraße 17, Hamm

Aktuell prägen zahlreiche Krisen den Kontinent: Der Brexit, die zunehmende Militarisierung der Außenpolitik in Zeiten Trumps, die hohe Jugendarbeits- und Perspektivlosigkeit in Südeuropa oder die Zunahme von nationalistischen Bestrebungen in fast allen EU-Mitgliedsstaaten. In Zeiten, in denen die Schere zwischen arm und reich auch europaweit auseinandergeht, stehen zentrale politische Fragen: Wie kann der soziale Zusammenhalt in Europa organisiert werden, und wie sieht ein humanitärer Umgang mit den Geflüchteten in Europa und an den Außengrenzen aus? Sie bleiben unbeantwortet.

Prof. Dietmar Köster
wurde 2001 er an der Universität Dortmund zum Dr. phil. promoviert. Er war Mitbegründer des „Arbeitskreises Kritische Gerontologie“ der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und stand diesem später vor. Derzeit bekleidet er eine Professur an der Fachhochschule Dortmund. Seit 2014 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments, war Mitglied im Rechtsausschuss und wechselte 2017 in den Ausschuss für Bürgerliche Freiheit und Justiz (LIBE), Köster ist auch Mitglied in der Europa-Union Deutschland und war Organisator von Ostermärschen.
Vortrag & Diskussion

Armut

Prof. Dr. Christoph Butterwegge ist Professor für Politikwissenschaft am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Autor des Buches Armut in Deutschland – 1/2010 Foto: Wolfgang Schmidt

Armut in einem reichen Land

Vortrag und Diskussion mit Professor Dr. Christoph Butterwegge

Mittwoch, 8. Februar 2017, 19 Uhr

Zunftstuben, Oststraße 53, Hamm

 

Auf Einladung des „Linken Forums Hamm“ und des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) referiert Prof. Christoph Butterwegge über „Armut in einem reichen Land“, am Mittwoch, 8. Februar 2017, um 19.00 Uhr in der Zunftstube, Oststraße 53 in Hamm. Der Referent, Armutsforscher und Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten Deutschlands, analysiert bereits seit Jahrzehnten die gesellschaftlichen Hintergründe des Armutsproblems. Gleichwohl stellt er in seinen Publikationen und in seinem öffentlichen Auftreten immer wieder fest, dass in der wohlhabenden Bundesrepublik zunehmende Armut nicht konsequent genug bekämpft wird. Was getan werden müsse, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich schließt, macht Butterwegge mit einem Ausblick auf mögliche Gegenstrategien in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich.
Dabei zieht er die Verbindung zum gesellschaftlichpolitischen Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen wie die AfD, die das Armutsproblem missbrauchen und gegen Flüchtlinge und Migranten auszuspielen versuchen.
Die Moderation des Gespräches übernimmt Roland Löhr.

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Der Veranstalter behält sich vor, bei Störungen von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen.